Tipps zum Training

Clicker
Clicker

Das Training begann bei uns ohne, dass es geplant war. Wer denkt auch daran: Morgen holen wir unser Kätzchen und dann werde ich es ausbilden?

Vielleicht hat der ein oder andere Videos zum Clickertraining mit Katzen gesehen, das Buch dazu gelesen und wollte es auch ausprobieren. Egal wie man auf die Idee kommt, der Ansatz zum Training kann unterschiedlich sein.

 

Methoden:

Es gibt Trainer die arbeiten mit dem Clicker. Dabei wird die Katze erst einmal mit Futter auf das Geräusch konditioniert. Für jeden Klick gibts ein Leckerli. Der Klick muss sehr genau vom Timing gegeben werden. Zu früh irritiert die Katze, zu spät und die Katze weiß nicht mehr warum geklickt wurde.

 

Nachdem ich oft gesehen hab, dass trotz des "Klick" ein Leckerli folgt, weil die Katze sonst sich nicht lang motivieren lässt, habe ich mich dazu entschieden nicht mit dieser Methode zu arbeiten. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Katze durch den Clicker eher abgelenkt wird und ihn fixiert anstatt sich auf das eigentliche Ziel zu konzentrieren.

 

Viele Stimmen sagen auch, ihre Katze würde von dem lauten Geräusch erschrecken. Meine Meinung dazu ist, dass man jede Katze daran gewöhnen könnte. Aber von Natur aus sind Katzen keine Tiere die laute abrupte Geräusche gern mögen.

 

Was mir besser gefiel und worauf ich gar nicht gekommen wäre, ist das akustische Signal einfach selbst zu geben. Also beispielsweise "Klick" zu sagen. Dadurch hat man die Hände frei und die Katze schaut wie gewünscht ins Gesicht. Vielleicht wäre das eine Alternative doch noch damit anzufangen. Hier muss sich das gesagte Signal immer gleich anhören, das ist Voraussetzung. Im Übrigen kann es auch was ganz anderes sein, wie z.B. Tuck, Tack, etc. Es geht nur darum, dieses Signal nicht im Alltagsgeschehen zu verwenden, um die Katze zu verwirren.

 

 

 

 

Target
Target

Eine andere Methode, oft in Kombination mit dem Clicker ist das "Target". Das kann ein Stock sein, an dessen Ende eine Kugel befestigt wurde, welche das Target ist. Diese Methode habe ich vermehrt auch beim Training mit Wildtieren gesehen (z.B. einem Komodowaran). Hier wird das Tier darauf konditioniert immer mit dem Target zu arbeiten. Das beschränkt allerdings die Fähigkeiten, weil ein Tier dem Target eigentlich nur folgen kann.

 

Es ist etwas einseitig das Training, man kann damit sicher auch einiges erreichen, aber mein Favourit ist es auch nicht.

 

 

 

 

Die Belohnung - die richtige Dosierung

Mit Erstaunen ist mir aufgefallen, dass viele Katzen, die man in Trainingsvideos sieht, sehr übergewichtig sind. Wer sich mit Hundetraining auseinander gesetzt hat, der dürfte auch wissen warum. Zum Trainieren eines Hundes wird es oft so geregelt, dass der Hund sein gesamtes Futter vom Tag nur über das Training und aus der Hand bekommt. So ist sein Lerneifer besonders groß.

Bei der Katze ist das etwas anders. Sie will Gewohnheiten. Wer kennt das nicht, dass sie morgens um Punkt 7 das Futter will? Biologisch gesehen wäre das nicht gewöhnlich. Denn da würde sich auch keine Maus um Punkt 7 Uhr vor die Pfoten der Katze legen..

 

Wichtig ist, die Katze wird immer vor der Fütterung trainiert. Allerdings darf man nicht neben der normalen Futterration noch die Trainingsleckerlis dazurechnen, sondern muss diese von der normalen Futtermenge abziehen.

 

 

Dörr-/Trockenfleisch
Dörr-/Trockenfleisch

Welches Futter eignet sich als Belohnung?

Viele werden normales Trockenfutter wählen. Die Katze liebt es wegen seiner Konsistenz. Leider tut sie dies auch wegen der künstlichen Sucht- und Lockstoffe die oft darin zu finden sind.

Zudem enthalten so gut wie alle Trockenfuttersorten Getreide oder sogar Zucker, was der Katze gar nicht gut bekommt. Getreide liefert viele Kohlenhydrate, wodurch die Katze schnell zu nimmt. Das Getreide soll in erster Linie sättigen und dient als Füllstoff im Futter. Leider ist es auch ein Stoff, den Katzen gar nicht verwerten können, weil ihre Verdauung für Fleisch ausgerichtet ist.

 

Sinnvoller ist es, etwas anderes zu wählen, dass die Katze zügig Fressen kann. Das Training sollte aus den Übungen bestehen und nicht daraus, dass die Katze ständig am Kauen ist. Trockenfutter mit Getreide kann auch dazu führen, dass sie schneller gesättigt ist und das Interesse verliert.

 

Zum Trainieren benutze ich daher kleine Happen aus getrocknetem Fleisch oder Fisch. Dieses gibt es von unterschiedlichen Herstellern:

  • Lunderland Fischnuggets
  • Miamor Sticks (links im Bild)
  • Rinti Chicko Snack mit 100% Fleisch (rechts im Bild)

diese werden von den meisten Katzen sehr gerne genommen und sind meist ohne viel Zusatz und sehr verträglich.

Denkbar wäre als Alternative auch getrockneter Fisch oder Käse. Letzteres aber in Maßen, weil er zu viel Fett und Laktose enthält. So etwas kann man für die ersten Schritte nutzen, später aber lieber auf etwas anderes zurückgreifen.